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Kennzeichnungspflicht von Allergenen in Lebensmitteln

Die EU-Richtlinie 2007/68/EG zu Etikettierung und Aufmachung von Lebensmitteln enthält eine Liste von 14 Zutaten, welche auf der Verpackung von Lebensmitteln angegeben werden müssen:

  1. Glutenhaltige Getreide (d. h. Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut oder deren Hybridstämme) und daraus gewonnene Erzeugnisse, außer

    1. Glukosesirupe auf Weizenbasis einschließlich Dextrose;
    2. Maltodextrine auf Weizenbasis;
    3. Glukosesirupe auf Gerstenbasis;
    4. Getreide zur Herstellung von Destillaten oder Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs für Spirituosen und andere alkoholische Getränke.
  2. Krebstiere und daraus gewonnene Erzeugnisse.

  3. Eier und daraus gewonnene Erzeugnisse.

  4. Fische und daraus gewonnene Erzeugnisse, außer

    1. Fischgelatine, die als Träger für Vitamin- oder Karotinoidzubereitungen verwendet wird;
    2. Fischgelatine oder Hausenblase, die als Klärhilfsmittel in Bier und Wein verwendet wird.
  5. Erdnüsse und daraus gewonnene Erzeugnisse.

  6. Sojabohnen und daraus gewonnene Erzeugnisse, außer

    1. vollständig raffiniertes Sojabohnenöl und -fett;
    2. natürliche gemischte Tocopherole (E306), natürliches D-alpha-Tocopherol, natürliches D-alpha-Tocopherolazetat, natürliches D-alpha-Tocopherolsukzinat aus Sojabohnenquellen;
    3. aus pflanzlichen Ölen aus Sojabohnen gewonnene Phytosterine und Phytosterinester;
    4. aus Pflanzenölsterinen gewonnene Phytostanolester aus Sojabohnenquellen.
  7. Milch und daraus gewonnene Erzeugnisse (einschließlich Laktose), außer

    1. Molke zur Herstellung von Destillaten oder Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs für Spirituosen und andere alkoholische Getränke;
    2. Lactit.
  8. Schalenfrüchte, d. h. Mandeln (Amygdalus communis L.), Haselnüsse (Corylus avellana), Walnüsse (Juglans regia), Kaschunüsse (Anacardium occidentale), Pekannüsse (Carya illinoiesis (Wangenh.) K. Koch), Paranüsse (Bertholletia excelsa), Pistazien (Pistacia vera), Makadamianüsse und Queenslandnüsse (Macadamia ternifolia) und daraus gewonnene Erzeugnisse, außer

    1. Schalenfrüchte für die Herstellung von Destillaten oder Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs für Spirituosen und andere alkoholische Getränke.
  9. Sellerie und daraus gewonnene Erzeugnisse.

  10. Senf und daraus gewonnene Erzeugnisse.

  11. Sesamsamen und daraus gewonnene Erzeugnisse.

  12. Schwefeldioxid und Sulphite in Konzentrationen von mehr als 10 mg/kg oder 10 mg/l, ausgedrückt als SO2.

  13. Lupinen und daraus gewonnene Erzeugnisse.

  14. Weichtiere und daraus gewonnene Erzeugnisse.

Diese 14 Zutaten zählen zu den häufigsten Verursachern von Lebensmittelallergien und Lebensmittelunverträglichkeiten, und werden in der WikiFood Datenbank unter dem Punkt Allergene erfasst. Zur Pflege dieser Daten ist jedoch genaues Lesen der Zutatenlisten erforderlich, um ein Höchstmaß an Datenqualität zu erreichen.
Innerhalb der EU besteht seit dem 26. November 2007 eine Deklarationspflicht für alle Erzeugnisse, die unter Verwendung dieser Zutaten hergestellt wurden oder im Endprodukt in jedweder Form enthalten sind. Dies gilt auch, wenn Sie nur als Trägerstoff oder Lösungsmittel eingesetzt werden. Zutaten, bei denen durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen wurde, dass von ihnen kein allergenes Potential ausgeht, müssen nicht deklariert werden.

Kennzeichnungsbeispiel:
Haselnussaroma, Gewürze (Senf, Sellerie)

Die EU-Richtlinie gilt nur für verpackte Lebensmittel. Alle unverpackten Lebensmittel sind hiervon ausgeschlossen.
Den Herstellen wird eine Übergangsfrist zur Anpassung an diese Richtlinie gewährt. Alle Lebensmittel, die vor dem 31. März 2009 in den Handel gekommen sind oder etikettiert wurden, dürfen bis Erschöpfung der Bestände weiterhin verkauft werden. Bei Lebensmitteln mit langem Haltbarkeitsdatum wie z.B. Konserven ist deshalb Vorsicht geboten, denn hier muss mit nicht gekennzeichneten Allergenen gerechnet werden.